Hunnentopf

Zu Anbeginn unserer Zeit wurde unsere Nahrung zuerst über dem Feuer, dann in gebrannten Keramik Behältern / Keramik Töpfen und später in schweren aus Bronze oder Eisen gegossen Kesseln oder Töpfen, zubereitet.

Unsere Vorfahren aus Zentral-Asien haben vor der Zeit der Töpfe, Kessel und dann Kochkessel verwendet.

Der Kessel wurde an seinem dünnen jedoch hohen Henkel über dem Feuer aufgehängt. Deshalb reichte ein kleines Feuer aus, da die Flammen um den Kessel herum züngelten und somit das Essen nicht anbrannte.

Der Kochkessel hingegen ist flacher und braucht deshalb ein großes Feuer und vor allem viel Glut. Zudem muss man das Essen ständig umrühren, damit es nicht anbrennt.

Der Kessel hat den Vorteil, dass man mit sehr wenig Feuerholz das beste Ergebnis erzielt.

In den Zeiten der zentral-asiatischen großtierhütenden und reitenden Völker, spielte der Kessel eine große Rolle.

Der Kessel war ein heiliger Ort bzw. Gegenstand in dem alles was hineinkam, geweiht wurde.

 

Die Wurzeln der Ur-Ungarischen Essenskultur, liegen in den Ebenen und der Symbolik des Lebensbaumes.

Der Kessel vereinte alle 5 damals bedeutenden Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Eisen, Holz.

Für die Reitervölker bedeutete dies, dass ihre Nahrung mit ihren bedeutendesten  Elementen, gegenüber den westlichen 4 Elementen Feuer, Wasser, Luft, Erde, zubereitet wurde.

Schon die Hunnen haben in der Zubereitung ihrer Nahrung die 5 Grundelemente befolgt.

1. Das “Opfermahl“ wurde in einem Kessel aus Bronze oder Eisen zubereitet – Erz/Stahl/Eisen

2-3. Das “Feuer“ unter dem Kessel wurde aus dem vom Schamanen ausgewähltem “Holz“ gelegt.

4. Der Kessel steht auf der Erde.

5. Zu jedem Opfermahl wurde Wasser verwendet.

 

                     

Die Zutaten stellte der Schamane (Taltos)nach den 3 Ebenen des Lebensbaumes zusammen.

1. Die Obere-Ebene (Luft-Himmel): Aus den auf Bäumen wachsenden Früchten, Blättern, Blüten und Honig.

2. Die Erd-Ebene: Aus dem geopferten Tier aus auf der Erde gesammelten Pflanzen und Gewürzen.

3. Die Untere-Ebene: Aus den aus der Erde entnommenen Wurzeln, Zwiebeln und Knollen.

Deshalb mussten die Zutaten wie Zwiebeln (unter der Erde / Untere-Ebene) und bestimmte Gewürze wie Estragon und Pfeffer (auf der Erde / Erd-Ebene) und auch Obst wie Trauben und Äpfel (über der Erde / Obere-Ebene) auf jeden Fall enthalten sein, damit die Harmonie des Opfermahles gewährleistet wurde.

Das Einnehmen des Opfermahles war ein Symbol für ein gemeinsames Opfer und gemeinsames Gebet indem die Teilnehmer um Hilfe und Segen von den Ur-Ahnen beteten. Ziel war es eine Harmonie zwischen den auf der Erde lebenden Tieren und Pflanzen herzustellen. Deshalb wurde das kleingeschnittene Fleisch des geopferten Tieres zusammen mit kleingeschnittenem Gemüse, Früchten und Gräsern/Gewürzen verkocht. Das vereinen dieser Zutaten wurde durch die Symbolik des Feuers und des Wassers sichergestellt. Ergo, mussten die Gegensätze einen Einklang/Gleichgewicht bringen und eine Harmonie erzeugen.

Die Hunnen haben ihre Nahrung mit Stein, Eisen und 8 verschiedenen Wassern gekocht. Die Qualität des Wasser spielte eine große Rolle bei der Zubereitung des Mahles (Quellwasser, Flusswasser, Regenwasser, Bachwasser, Meerwasser usw.)

Die Küche der Ur-Ungarn kennzeichnete die Harmonie der “Pentatonen“-Geschmäcker aus:

süß, sauer, salzig, bitter und zudem als fünftes das Scharfe. Die Harmonie dieser 5 Geschmacksrichtungen zu erschaffen war und ist auch noch heute das Ziel, wie bei den meisten zentral-asiatischen Völkern.

Das im Kessel zubereitete Mahl, das Opfer, symbolisierte die Wiedergeburt und die Wandlung/Transformation / und Verknüpfung mit dem Himmelreich und war somit ein unerlässlicher Bestandteil des Glaubens unserer Ahnen. Aus den kostbarsten Grundstoffen mit den am höchsten geschätzten Küchentechniken wie Feuer und Wasser die bestmögliche Harmonie zu verwirklichen (kochen, dünsten).

Das Hauptziel der Opfermahle war es mit Tengri, dem Gott des Himmelreiches, eine Verbindung herzustellen. Mit der Verbindung der Zunge mit dem Opfermahle wurden symbolisch Nachrichten an Gott weitergeleitet und es wurde um Segen für den Fürst und das Volk gebeten. Der Opferkessel war für den Glauben und die Kultur des Ur-Reitervolkes unerlässlich.

  

Das Material aus dem der Opferkessel hergestellt wurde war Bronze, Gusseisen, manchmal aber auch Kupfer. Jedoch wurden in Gräbern auch kleinere Keramik Kessel gefunden. An der Kante des Kessels waren über den 2 ziegelförmigen Löchern, 3-3 Pilzartige als Griff funktionierende Verzierungen angebracht.

Die Pilzköpfe symbolisieren Tore, die den heiligen Innenbereich des Kessels von der Außenwelt trennen. Beim Überschreiten dieser Tore gelangt der Mensch vom Erdenreich an einen heiligen Ort, in dem er in Verbindung mit Gott treten kann. Die Tore haben eine reinigende, segnende und transzendent stärkende Eigenschaft. 



 Ikertáltos